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Burnout und Erschöpfung

Es gibt einen Punkt, an dem Erholung aufhört zu wirken.

Das Wochenende reicht nicht mehr, der Urlaub hält drei Tage, und der Morgen beginnt bereits müde. Wenn Sie dort angekommen sind, geht es nicht mehr um besseres Zeitmanagement.

Wiedererkennen

Wenn Erholung nicht mehr trägt

Zuerst geht die Kraft, dann die Geduld. Menschen, die ihre Arbeit einmal gern gemacht haben, hören sich plötzlich zynisch über Kolleginnen, Patienten, Kundinnen oder Schüler reden und erschrecken darüber.

Dazu kommt fast immer die Scham. Nicht mehr zu funktionieren fühlt sich wie persönliches Versagen an, gerade bei Menschen, die sich immer darauf verlassen konnten, dass sie es schaffen. Also arbeiten sie weiter, und der Abstand zwischen dem, was noch geht, und dem, was verlangt wird, wird größer.

Der Körper meldet sich meistens vorher: Schlaf, der nicht erholt, ein Infekt nach dem anderen, Kopfschmerzen, Herzklopfen, ein Magen, der nicht mitmacht.

Einordnung

Erst schauen, was es ist

Burnout ist keine eigenständige psychische Erkrankung, sondern beschreibt einen Zustand. Im ICD-10 steht er unter Z73 als Problem der Lebensbewältigung, nicht als Diagnose. Das ist keine Spitzfindigkeit, sondern der Grund, warum wir am Anfang genau hinsehen.

Hinter dem, was sich wie Burnout anfühlt, steht häufig etwas Behandelbares mit klarem Namen: eine depressive Episode, eine Erschöpfungsdepression, eine Angststörung, eine chronische Belastungsreaktion, eine Schlafstörung, manchmal eine unerkannte ADHS, manchmal eine körperliche Ursache. Und manchmal ist es tatsächlich vor allem die Arbeitssituation.

Ich arbeite als Psychologische Psychotherapeutin, nicht als Burnout-Coach. Der Unterschied zeigt sich genau hier: Ich kläre ab, bevor ich behandle. Und wenn eine ärztliche Abklärung dazugehört, sage ich Ihnen das.

Behandlung

Wie die Behandlung aussieht

Ablauf ansehen
  1. Diagnostische Einordnung

    In den ersten Terminen klären wir, was tatsächlich vorliegt und was ärztlich abzuklären ist: Schilddrüse, Blutbild, Schlaf, gegebenenfalls mehr.

  2. Entlastung zuerst

    Bevor irgendetwas anderes möglich ist, muss die Belastung sinken. Das ist der unbequemste Schritt und meistens der, der am schnellsten wirkt.

  3. Den eigenen Anteil verstehen

    Perfektionismus, das Übernehmen von Verantwortung, die Schwierigkeit, Nein zu sagen, ein Selbstwert, der an Leistung hängt. Ohne diesen Teil kommt die Erschöpfung nach der Rückkehr zuverlässig wieder.

  4. Regulation wieder aufbauen

    Schlaf, Pausen, Bewegung, Abschalten. Nicht als Programm, sondern als das, was Ihr System gerade braucht, um herunterzufahren.

  5. Die Rückkehr planen

    Der Wiedereinstieg ist Teil der Behandlung, nicht das, was danach kommt. Wir bereiten Gespräche vor, klären Grenzen und entscheiden, was sich ändern muss. Eine Pause ohne Veränderung verschiebt das Problem nur.

Öffentlicher Dienst

Für Beamtinnen und Beamte

Lehrkräfte, Polizeibeamtinnen und -beamte und andere Beamtinnen und Beamte gehören zu den Berufsgruppen mit den meisten psychisch bedingten Fehltagen und sind hier oft besser gestellt, als sie denken.

Über die Beihilfe und Ihre private Restkostenversicherung ist eine Behandlung in einer Privatpraxis möglich, abgerechnet nach GOP in Verbindung mit der GOÄ.

Für Psychotherapie verlangen die meisten Beihilfestellen eine Voranerkennung. Den genauen Umfang klärt Ihre Beihilfestelle; ich nenne Ihnen vorab die anfallenden Leistungen und bereite die nötigen Unterlagen vor.

Rahmen

Kosten und Rahmen stehen vorher fest.

Kosten und Erstattung
  • Einzeltherapie, 50 Minuten Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP), zum 2,3-fachen Satz. Der Betrag richtet sich danach, welche Leistungen in der Sitzung anfallen. Selbstzahlerinnen und Selbstzahler: 167,58 €. 134,06–167,58 €
  • Wer zahlt Private Krankenversicherung, Beihilfe und Selbstzahlung. Gesetzlich Versicherte über die Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V. PKV · Beihilfe · Selbstzahler
  • Dauer Bei umschriebener Erschöpfung häufig 12 bis 25 Sitzungen. Liegt eine depressive Episode zugrunde, planen wir mehr ein und überprüfen den Verlauf regelmäßig. 12–25 Sitzungen
  • Setting Das Erstgespräch findet in der Praxis in Frankfurt statt. Weitere Termine in der Praxis oder per Video, zu denselben Sätzen. Praxis oder Video
  • Sprachen Deutsch, Englisch und Farsi, auch für die schweren Sätze. Deutsch · English · فارسی

Alle Beträge gelten je Sitzung und sind vor dem ersten Termin bekannt. Ob Beihilfe oder Versicherung sie übernimmt, hängt von Ihrer Beihilfestelle und Ihrer Versicherung ab; die Unterlagen dafür bereite ich vor.

Häufige Fragen

Was Menschen vor dem ersten Termin fragen

Ist Burnout eine Diagnose?
Im engeren Sinne nicht. Im ICD-10 ist Burnout unter Z73 eingeordnet, als Problem der Lebensbewältigung, nicht als Krankheit. Für die Abrechnung mit einer Versicherung braucht es deshalb eine tatsächliche Diagnose, und die ergibt sich aus der Abklärung. In den meisten Fällen findet sich dann etwas, das einen Namen hat und behandelbar ist.
Können Sie mich krankschreiben?
Nein. Eine Krankschreibung stellt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt aus: Psychologische Psychotherapeutinnen dürfen keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigen. Was ich tun kann: die Situation fachlich einordnen, mit Ihnen besprechen, was sinnvoll ist, und mich auf Ihren Wunsch mit der behandelnden ärztlichen Praxis abstimmen. Wenn eine Auszeit ansteht, ist die entscheidende Frage ohnehin nicht, wie lange sie dauert, sondern was sich bis zur Rückkehr verändert.
Muss ich meinen Arbeitgeber informieren?
Nein. Ihr Arbeitgeber erfährt weder eine Diagnose noch, dass Sie in Behandlung sind. Bei einer Krankschreibung wird nur die Arbeitsunfähigkeit gemeldet, nicht der Grund. Ob, wann und wem Sie etwas erzählen, entscheiden Sie, und solche Gespräche können wir vorher gemeinsam durchgehen.
Reicht nicht einfach Urlaub?
Wenn drei Wochen Urlaub den Zustand dauerhaft verändern, war es vermutlich Erschöpfung und noch kein Burnout. Das Kennzeichen ist gerade, dass Erholung nicht mehr trägt. Dann geht es nicht um mehr Pause, sondern darum, was die Erschöpfung erzeugt und aufrechterhält.
Ich bin verbeamtet. Wie läuft die Abrechnung?
Über die Beihilfe und Ihre private Restkostenversicherung, abgerechnet nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP). Für Psychotherapie verlangen die meisten Beihilfestellen eine Voranerkennung; die Unterlagen dafür bereite ich vor.
Ich bin gesetzlich versichert. Geht das trotzdem?
Ja, über die Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V oder als Selbstzahlung. Für die Kostenerstattung brauchen Sie ein PTV-11-Formular aus einer psychotherapeutischen Sprechstunde, einen Konsiliarbericht und dokumentierte Absagen von Praxen, die mit der gesetzlichen Krankenkasse abrechnen, üblicherweise drei bis fünf mit Datum. Den Antrag bereite ich mit Ihnen vor, auf Deutsch, Englisch oder Farsi. Eine Zusage kann ich nicht versprechen; etwa die Hälfte der Erstanträge wird abgelehnt, und ein Widerspruch gehört häufig dazu.
Ein Anfang

Drei Zeilen genügen.

Schreiben Sie mir, worum es ungefähr geht. Ich melde mich innerhalb von zwei Werktagen. Wenn ich nicht die Richtige für Sie bin, sage ich das und nenne Ihnen eine bessere Adresse. Die Praxis eröffnet am 1. November 2026; Termine für die ersten Wochen können Sie ab jetzt anfragen.

Termin anfragen

Wenn es gerade akut ist: Telefonseelsorge 0800 111 0 111, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, im Notfall 112.